Am 1. Oktober 2025 fand im Rathaus der Stadt St. Veit an der Glan der dritte Workshop im Rahmen des ESG-STADTLABORs statt. Aufbauend auf den vorangegangenen Visions- und Fachworkshops sowie auf einer im September 2025 durchgeführten österreichweiten Online-Umfrage markierte dieser Workshop einen wichtigen Schritt in der empirischen Fundierung und Weiterentwicklung der im Projekt entwickelten Instrumente.
Ziel des Workshops war es, die Ergebnisse der Umfrage erstmals vorzustellen, gemeinsam zu reflektieren und für die Weiterentwicklung der praxisnahen ESG-Matrix nutzbar zu machen. Gleichzeitig wurden zentrale Annahmen zur Typologie kleinerer Städte überprüft und mit kommunalen Erfahrungswerten abgeglichen.
Ausgangslage und Zielsetzung
Die dem Workshop zugrunde liegende Online-Umfrage richtete sich an Mitarbeiter:innen von Verwaltungen auf Stadt-, Gemeinde- und Landesebene, politische Entscheidungsträger:innen, Stakeholder:innen aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie Bürger:innen. Ziel war es, ein breites Bild über Erwartungen, Herausforderungen und bestehende Praktiken im Zusammenhang mit nachhaltiger Stadtentwicklung und ESG-Kriterien zu gewinnen.
Der Workshop verfolgte die Zielsetzung,
- die zentralen Erkenntnisse aus den bisherigen Projektphasen zusammenzuführen,
- die Umfrageergebnisse transparent zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren
und daraus konkrete Konsequenzen für die Weiterentwicklung der ESG-Matrix und der Gemeindetypologie abzuleiten.
Präsentation der Umfrageergebnisse
Im ersten Teil des Workshops wurden die Ergebnisse der österreichweiten Umfrage vorgestellt. Die Auswertung zeigte deutlich, dass ESG-Themen in vielen Städten und Gemeinden an Bedeutung gewinnen, gleichzeitig jedoch häufig noch systematische Entscheidungsgrundlagen, klare Priorisierungen und praktikable Instrumente fehlen.
Besonders sichtbar wurden:
- Unterschiede in der organisatorischen Verankerung von ESG-Themen,
- ein hoher Bedarf an Orientierungshilfen für kleinere Städte,
- sowie die zentrale Rolle von Transparenz, Beteiligung und Digitalisierung als Querschnittsthemen.
Die Präsentation bildete die Grundlage für eine vertiefende Diskussion über die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf unterschiedliche kommunale Kontexte.
Gemeinsame Diskussion und Reflexion
In moderierten Diskussionsphasen wurden die Umfrageergebnisse gemeinsam mit den Teilnehmenden reflektiert und mit eigenen Erfahrungen aus der kommunalen Praxis abgeglichen. Dabei wurde deutlich, dass viele der identifizierten Herausforderungen – etwa begrenzte Ressourcen, komplexe Entscheidungsstrukturen oder unterschiedliche Beteiligungskulturen – von zahlreichen Städten geteilt werden.
Diese Diskussionen ermöglichten eine kritische Einordnung der Ergebnisse und lieferten wertvolle Hinweise für die weitere Ausgestaltung der ESG-Matrix.
Adaptierung der ESG-Matrix und Typologie kleinerer Städte
Ein zentraler Schwerpunkt des Workshops lag auf der Reflexion und Adaptierung der praxisnahen ESG-Matrix. Die bisherigen Annahmen, Strukturierungen und Bewertungslogiken wurden anhand der Umfrageergebnisse überprüft und weiter geschärft.
Parallel dazu wurden die im Projekt entwickelten Hypothesen zur Typologie kleinerer Städte diskutiert. Aspekte wie Verwaltungsstruktur, Grad der Bürger:innenbeteiligung, Digitalisierungsstand und institutionelle Rahmenbedingungen wurden kritisch hinterfragt und mit konkreten kommunalen Beispielen abgeglichen.
Auf dieser Basis konnten erste Gemeinden identifiziert werden, die sich besonders für die Anwendung und Erprobung der ESG-Matrix eignen.
Zentrale Erkenntnisse
Der dritte Workshop zeigte deutlich:
- die hohe Relevanz empirischer Daten für die Weiterentwicklung praxisnaher ESG-Instrumente,
- die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung kommunaler Ausgangslagen
- und den Mehrwert eines gemeinsamen Reflexionsprozesses zwischen Verwaltung, Politik, Wissenschaft und weiteren Stakeholder:innen.
Die Verbindung von Umfrageergebnissen und Praxiserfahrungen erwies sich als wesentliche Grundlage für die Qualität und Umsetzbarkeit der im ESG-STADTLABOR entwickelten Instrumente.
Ausblick
Die Ergebnisse des Workshops fließen direkt in die weitere Ausarbeitung der ESG-Matrix sowie in die Vorbereitung der nächsten Projektphasen ein. In den folgenden Schritten werden die entwickelten Ansätze in ausgewählten Gemeinden weiter konkretisiert und erprobt.
Mit dem dritten Workshop hat das ESG-STADTLABOR einen entscheidenden Schritt in Richtung evidenzbasierter, ESG-konformer Stadtentwicklung und Stadtverwaltung gesetzt und die Basis für die praktische Anwendung der Projektergebnisse weiter gestärkt.
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Kontakt für Rückfragen:
Projektleiterin Michaela Zois
leveldrei Projektentwicklung GmbH
office@esg-stadtlabor.at
Wien/ St. Veit, 04.10.2025
Fotos des Workshops am 1. Oktober 2025 in St. Veit/Glan
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