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Rückblick: Community of Practice (CoP1 + CoP2) der ESG-STADTLABOR in Ternitz

Wie kann nachhaltige Stadtentwicklung konkret, nachvollziehbar und wirksam umgesetzt werden? Mit dieser Leitfrage ist das ESG-STADTLABOR gemeinsam mit der Stadt Ternitz in einen intensiven Arbeitsprozess gestartet. Nach mehreren Workshops und zwei Community of Practice Veranstaltungen in St. Veit/Glan sowie einer österreichweiten Umfrage liegen zentrale Erkenntnisse vor, damit gemeinsam mit Ternitz die nächsten Entwicklungsschritt gesetzt werden konnten. Die beiden Community of Practice Veranstaltungen fanden am 13. und am 15.01.2026 in Ternitz statt.

ESG als Werkzeug für bessere Entscheidungen

Von Beginn an war klar: ESG soll in Ternitz kein abstraktes Schlagwort bleiben. Ziel ist es, Nachhaltigkeit als praktisches Entscheidungsinstrument zu verankern – für Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

In den bisherigen Veranstaltungen wurde daher gemeinsam erarbeitet:

    • welche Ziele und Erwartungen mit ESG verbunden werden,
    • welche Themenfelder für Ternitz besonders relevant sind,
    • und welche Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen, damit ESG im kommunalen Alltag tatsächlich wirkt.

Das Ergebnis ist ein gemeinsames Verständnis davon, wie nachhaltige Entwicklung konkret messbar, transparent und steuerbar werden kann.

Zentrale Erkenntnisse aus den bisherigen Workshops

  1. Nachhaltigkeit braucht Klarheit und Nachvollziehbarkeit

Ein wesentliches Ergebnis ist der breite Konsens, dass nachhaltige Entscheidungen nur dann Akzeptanz finden, wenn sie verständlich begründet sind. ESG wird dabei als Chance gesehen,

    • Prioritäten transparent zu machen,
    • Zielkonflikte offen darzustellen,
    • und Entscheidungen für Bürger:innen nachvollziehbar zu erklären.

Gerade auf kommunaler Ebene zeigt sich: Transparenz schafft Vertrauen – intern wie extern.

  1. Praktikabilität steht im Vordergrund

Die CoPs haben deutlich gemacht, dass erfolgreiche ESG-Umsetzung vor allem eines braucht: Praxistauglichkeit. Statt komplexer Modelle wurden folgende Prinzipien als entscheidend identifiziert:

    • ein schlanker Einstieg mit klaren Kriterien,
    • eine schrittweise Weiterentwicklung,
    • die Nutzung vorhandener Daten,
    • und einfache Werkzeuge, die den Arbeitsalltag unterstützen.

ESG soll helfen, Entscheidungen zu erleichtern und nicht zusätzliche Hürden schaffen.

  1. Klare Rollen stärken die Umsetzung

Ein weiterer Fokus lag auf den Rollen von Verwaltung, Politik, Stakeholdern und Bürger:innen. Dabei zeigte sich: Nachhaltigkeit gelingt dann, wenn Zuständigkeiten klar sind – von der Zieldefinition über die Umsetzung bis hin zur Kommunikation.

Die Workshops vorab aber auch die beiden CoPs haben eine gemeinsame Grundlage dafür geschaffen, wer welche Verantwortung trägt und wie Zusammenarbeit entlang der gesamten Entscheidungs- und Umsetzungskette aussehen kann.

Community of Practice (CoP) mit Ternitz

Aufbauend auf den bisherigen Ergebnissen startete das ESG-STADTLABOR nun in die nächste Phase. In zwei Community of Practice Veranstaltungen (CoP) wurden gemeinsam mit engagierten Akteur:innen eine konkrete ESG-Matrix für Ternitz sowie ein wirksames Anreizsystem entwickelt.

Im Mittelpunkt stehen dabei:

    • die Überprüfung und Optimierung einer praxisorientierten ESG-Matrix,
    • die Definition messbarer Ziele und Indikatoren,
    • das Durchspielen konkreter Transparenzmaßnahmen,
    • sowie die Vorbereitung eines digitalen Transparenztools.

Thematische Schwerpunkte für Ternitz

Inhaltlich kristallisierten sich drei Schwerpunkte heraus, die für die Stadt besonders relevant sind:

Environmental – Umwelt & Klima

    • Energieeffizienz kommunaler Infrastruktur
    • Klimaanpassung und Resilienz
    • Nachhaltige Flächennutzung
    • Mobilität und Ressourcenmanagement

Social – Lebensqualität & Teilhabe

    • Soziale Infrastruktur und Daseinsvorsorge
    • Leistbarkeit und Zugänglichkeit von Angeboten
    • Bürger:innenbeteiligung und Kommunikation
    • Sicherheit und Zusammenhalt im öffentlichen Raum

Governance – Steuerung & Transparenz

    • Nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen
    • ESG-Kriterien in Vergabe und Beschaffung
    • Datenverantwortung und Monitoring
    • Transparente Kommunikation und Rechenschaft

Diese Themen bilden das Fundament für die nächsten Projektschritte.

 Fazit

Mit den beiden CoPs hat das ESG-STADTLABOR in Ternitz eine solide inhaltliche und methodische Grundlage geschaffen. Die nächsten Schritte zielen darauf ab, diese Erkenntnisse in konkrete Werkzeuge, Prozesse und Anreize zu übersetzen.

Ternitz positioniert sich damit als Stadt, die Nachhaltigkeit nicht nur formuliert, sondern aktiv gestaltet – transparent, messbar und gemeinsam mit allen Beteiligten.

Dabeisein und mitwirken? Melden Sie sich gleich an: www.esg-stadtlabor.at/mitwirken

Kontakt für Rückfragen:
Projektleiterin Michaela Zois
leveldrei Projektentwicklung GmbH
office@esg-stadtlabor.at

Wien/ Ternitz, 29.01.2026

Fotos der Veranstaltungen am 13 und 15. Jänner 2026 in Ternitz

Copyright: leveldrei Projektentwicklung GmbH, alle Rechte vorbehalten.

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