Am 16. Dezember 2025 fand im Rathaus der Stadt St. Veit an der Glan das erste Treffen der Community of Practice (CoP1) im Rahmen des ESG-STADTLABORs statt. Aufbauend auf den bisherigen Workshops sowie den Ergebnissen der österreichweiten Umfrage markierte CoP1 den Übergang von der konzeptionellen Grundlagenarbeit in eine vertiefende, praxisorientierte Entwicklungsphase.
Ziel des Treffens war es, gemeinsam mit Vertreter:innen aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und dem Klimarat konkrete Bausteine für eine praxisnahe ESG-Matrix sowie erste Ansätze für wirksame Anreiz- und Transparenzsysteme für die Stadt St. Veit an der Glan zu erarbeiten.
Zielsetzung und Ansatz der Community of Practice
Die Community of Practice wurde als kollaboratives Arbeitsformat konzipiert, das fachliche Expertise, lokale Erfahrung und unterschiedliche Perspektiven zusammenführt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) so in kommunale Entscheidungsprozesse integriert werden können, dass sie im Verwaltungsalltag anwendbar, nachvollziehbar und wirkungsvoll sind.
CoP1 hatte dabei insbesondere folgende Zielsetzungen:
- Überprüfung und Weiterentwicklung der bestehenden, auf St. Veit/Glan zugeschnittenen ESG-Matrix
- Präzisierung genereller und lokaler Zielsetzungen für transparente und nachhaltige Stadtentwicklung
- Entwicklung erster Indikatoren, um diese Ziele messbar und vergleichbar zu machen
Inhalte und Arbeitsprozesse
Im Rahmen des Treffens arbeiteten die Teilnehmenden in moderierten Diskussions- und Arbeitsphasen an zentralen inhaltlichen Fragestellungen. Ein Schwerpunkt lag auf der konkreten Anwendbarkeit der ESG-Matrix in kommunalen Entscheidungsprozessen – von strategischen Planungen bis hin zu Einzelprojekten.
Gemeinsam wurden:
- relevante ESG-Ziele für St. Veit an der Glan diskutiert und geschärft,
- die ESG-Matrix und die richtige Zuordnung der Ziele plausibilisiert
- mögliche Indikatoren identifiziert, mit denen ökologische, soziale und Governance-bezogene Wirkungen sichtbar gemacht werden können.
Transparenz und Digitalisierung
Ein zentraler Diskussionspunkt war die Rolle von Transparenz als verbindendes Element aller drei ESG-Dimensionen. Die Teilnehmenden erörterten, wie Informationen zu Zielen, Maßnahmen und Fortschritten verständlich aufbereitet und zugänglich gemacht werden können. In diesem Zusammenhang wurden auch erste Grundlagen für die Programmierung eines digitalen Transparenztools ausgelotet, das ESG-Aktivitäten sichtbar macht und Entscheidungsprozesse unterstützt.
Zentrale Erkenntnisse
Der Community of Practice 1 machte deutlich, dass:
- ESG-Kriterien vor allem dann wirksam sind, wenn sie klar priorisiert, messbar und in bestehende Verwaltungsprozesse integriert werden und
- Transparenz ein entscheidender Hebel für Vertrauen, Beteiligung und Akzeptanz ist.
Die Vielfalt der eingebrachten Perspektiven erwies sich dabei als wesentlicher Mehrwert für die Weiterentwicklung des Projekts.
Ausblick
Die Ergebnisse von CoP1 bilden eine wichtige Grundlage für das zweite Treffen der Community of Practice im Jänner 2026, bei dem die erarbeiteten Ansätze weiter vertieft, konkretisiert und auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft werden. Ziel ist es, schrittweise eine belastbare ESG-Matrix und ein begleitendes Transparenz- und Anreizsystem zu entwickeln, das als Modell für St. Veit an der Glan und darüber hinaus für andere Städte dienen kann.
Mit dem ersten Community-of-Practice-Treffen hat das ESG-STADTLABOR einen weiteren entscheidenden Schritt hin zu einer praxisnahen, ESG-konformen Stadtentwicklung und Stadtverwaltung gesetzt.
Dabeisein und mitwirken? Melden Sie sich gleich an: www.esg-stadtlabor.at/mitwirken
Kontakt für Rückfragen:
Projektleiterin Michaela Zois
leveldrei Projektentwicklung GmbH
office@esg-stadtlabor.at
Wien/ St. Veit, 23.12.2025
Fotos des Workshops am 16. Dezember 2025 in St. Veit/Glan
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